Freie Betriebssystemwahl am Arbeitsplatz – Ist das sinnvoll?

Unsere Kunden verwenden Windows. In der Regel verwenden Sie noch Windows XP. Die Hälfte setzt den Internet Explorer (6,7,8) ein, die andere Hälfte setzt den Firefox ein. Da wir für unsere Kunden Software entwickeln, sollten wir genau diese Systemumgebungen verstehen und ebenfalls einsetzen. Aber unsere Entwicklungen erstrecken sich ebenso auf die Serverlandschaft, sei es Windows, AIX, Solaris oder Linux. Und wir bauen Websites für die Gesamtheit des Netzes. Daher haben wir bei der Scandio eine (annähernd) freie Wahl des Betriebssystem eingeführt. Ist das sinnvoll?

Aus betriebswirtschaftlichen Erwägungen wahrscheinlich nicht, aber wir sehen darin einen Innovationstreiber, der festgefahrene Strukturen verhindert. Denn ein Mac-Nutzer hat zwar Office, aber kein Outook 2003 und ein Ubuntu Nutzer muss auf Thunderbird zurückgreifen. Browser und Entwicklungsumgebungen funktionieren überall ein bisschen anders. Jedes System hat Vor- und Nachteile, jeder Nutzer kann von dem anderen lernen. Daher werden wir noch lange an diesem Prinzip festhalten.

Um es klarzustellen: Wir wollen keine Windows-freie Zone oder ähnlich idealistischen Quatsch. Wir wollen Freiheit! Ein paar Regeln haben wir uns dennoch auferlegt. Der Kern dieser Regeln besagt, dass alle Dokumente, die zum Kunden gehen, im Microsoft Office Format oder im PDF Format sind, dass wir alle Dokumente vom Kunden lesen und weiterverarbeiten können. In der Softwareentwicklung ist die Sachlage durch Tools wie Eclipse äußerst entspannt. Mail und Kalender sind outgesourct und immer über den Browser erreichbar.

Offen bleibt das Thema Diagrammerstellung. Aus unserer Sicht gibt es hier kein Werkzeug, das wir übergreifend einsetzen können. Hausintern setzen wir das webbasierte Gliffy in unserem Intranet auf Atlassian Confluence Basis ein. Aber wenn der Kunde Visio will, dann bekommt er es auch und alle Linux und Mac Benutzer müssen sich mit Windows auseinandersetzen. Hierfür und für die unsäglichen Browsertests auf dem IE6 und Konsorten existieren auf unserer VMWare ESX Virtualisierungsumgebung einige Windows Maschinen, die man via Remote Desktop verwenden kann.

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Über Christian Koch

Christian Koch ist Gründer und Geschäftsführer der Scandio GmbH. Als Dipl. Inf. (FH) konnte er auch mal programmieren - sagen seine Kollegen.
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2 Antworten auf Freie Betriebssystemwahl am Arbeitsplatz – Ist das sinnvoll?

  1. Pingback: Ein neuer Mac oder was? | apfelquak

  2. Paul sagt:

    Wenn man einfach gestrickte Sekretärinnen hat die nicht Computervisiert sind, ist jedes Beitreibsystem komplex. Mir ist aufgefallen das besonders in älteren Firmen die EDV-Struktur vor gefühlten 20 Jahren stehen geblieben ist. Ich spreche von Unternehmen die zweistellige Millionen Beträge an Jahresumsatz haben und sich oft noch E-Mail ausdrucken.

    Mac OS ist eindeutig ein solides und optisch ansprechendes OS welches sehr produktiv einsetzbar ist. Apple gewinnt seit bereits mehreren Jahren stetig an Marktanteilen dazu. Ich bin gespannt ob, wenn Apple groß genug ist, ebenfalls mit Viren, Trojanern, u.s.w. zu kämpfen haben wird.

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