Javascript wird in der Entwicklergemeinde mit gemischten Gefühlen betrachtet. Einerseits sind die Kundenanforderungen klar und man kommt bei der Webentwicklung nicht mehr um aktive Benutzeroberflächen herum. Andererseits gibt es zwei Sorten von Softwareentwicklern.

Die erste Sorte versucht bis heute, dem Kunden zu erklären, dass Javascript-Anwendungen von Haus aus schlecht und instabil seien und man die Scripte schlecht pflegen und erweitern kann. Die andere Gruppe ist der Meinung, dass ihre Erfahrung in der Entwicklung von Ajax-Applikationen „sehr gut“ bis exzellent ist, aber eine objektorientierte Entwicklung mit .prototype und Vererbung haben sie noch nicht gemacht. Viele stützen sich auf ein Frameworkwie jQuery, MooTools, ExtJS oder Prototype, sind aber nicht in der Lage, wartbare Client-Software damit zu entwickeln. Einfache Konstrukte wie Json Objekte über AJAX zu lesen sind ohne $.get() undenkbar.

Es fehlt schlichtweg an der tiefen und intensiven Beschäftigung mit dem Thema. Javascript ist keine Zusatzfunktion für ein paar schicke Effekte, sondern Kernbestandteil moderner Anwendungen im Web. Dabei ist Javascript nicht erst seit gestern eine äußerst mächtige Sprache mit vielen Optionen. Man ist in der Lage, wirklich benutzerfreundliche Anwendungen zu schreiben, die für den Benutzer schnell und intuitiver zu handhaben sind. Der Artikel “Create Advanced Web Applications With Object-Oriented Techniques” zeigt einen tiefen Einblick über die Entwicklung von professionellen objektorientierten Javascript-Anwendungen.

Unsere Teams bei der Scandio beschäftigen sich seit geraumer Zeit mit der Entwicklung von Webanwendungen mit Javascript und Ajax Elementen. Wir kochen auch nur mit Wasser, aber wir können kochen. Die Möglichkeiten, die mit HTML5 und CSS3 zur Verfügung stehen, scheinen schier beliebig. Client/Server Technologie bekommt eine neue Bedeutung.