Die Java Content Repository (JCR) Spezifikation ist die Definition einer Java-API um auf Inhalte (Content) in einer einheitlichen Methode zuzugreifen. Mit Inhalten sind nicht nur Dokumente in verschiedenen Formaten sondern auch die Metadaten der Objekte gemeint.

Wichtig daran ist, dass man mit dieser Java-API Anwendungen unabhängig vom eigentlichen Speichersystem entwickeln kann.

Wikipedia schreibt hierzu:

Ein JCR-basiertes Content Repository ist eine Art objektorientierte Datenbank, die die Vorteile einer relationalen Datenbank mit Datenstrukturen, Suchen, Transaktionen und referentieller Integrität, sowie einem Dateisystem mit Hierarchien, Zugriffskontrolle, Streaming und Locking vereint. Des Weiteren werden weitere nützliche Funktionen wie das Speichern von unstrukturierten Daten (Dokumenten), Volltextsuche, Mehrfachfelder, Sortierreihenfolgen, Versionierung und Beobachtung von Änderungen (Event Observation) unterstützt. Ein wichtiger Aspekt zur Unterstützung der genannten Unabhängigkeit ist die Migration der Inhalte eines Content Repository mittels Import und Export der Daten in einem standardisierten XML-Format.

Java Content Repositories werden oft in den Bereichen Enterprise Content Management und Web Content Management verwendet. Magnolia, Alfresco, Day CQ5 u.v.m. verwenden JCR in deren Produkten. Aber auch in der individuellen Softwareentwicklung sind JCR-basierte Datenspeicher in der Zwischenzeit sehr verbreitet.

So hat die Scandio für einen Kunden ein komplexes Werkzeug für das Banner-Management entwickelt. Dies sorgt dafür, dass HTML, DHTML, Flash und Video Elemente zur rechten Zeit an der richtigen Stelle eingeblendet werden. Der Kunde kann so seine Kampagnen im Voraus planen und weitaus besser optimieren als zuvor. Alle Banner-Elemente werden versioniert in einem Java Content Repository auf der Basis von Apache Jackrabbit gespeichert. Ein HTTP-basiertes Deployment sorgt bei Freigabe für die Übertragung auf die Webserver.

Derzeit laufen die Projektplanungen für eine Plattform zum sicheren Austausch von Dokumenten zur Mehrfachverwendung in unterschiedlichen Content Management Systemen. Auch hier wird JCR ein fester Bestandteil sein.

Die Vorteile liegen in der festen Vorgabe für die Entwickler. So wie man in der Entwicklung relationaler Datenbanken OR-Mapper wie Hibernate einsetzt, sollte man bei Inhalten JCR einsetzen. Zusätzlich ist es möglich, das tatsächliche Speichersystem zu wechseln, ohne dass die Applikation angepasst werden muss. Schnittstellen zu weiteren Systemen oder Entwicklungspartnern sind einfach realisierbar.