Instant Messengers sind erlaubt, Facebook auch - dennoch nutzen Angestellte am häufigsten Telefon und Mail zur Kommunikation. Social Media steht hinten an.

Quelle: www.cio.de

Ist es wirklich so?

Das Online-Magazin CIO behauptet, dass eine Studie belegt, dass Social Media Komponenten zwar eingesetzt werden, aber die Akzeptanz nur sehr gering ist und Telefon sowie E-Mail weiterhin die einzig sinnvollen Kommunikationskanäle sind.

Diese Aussage mag auf den ersten Blick richtig erscheinen, doch das Bild trügt. Erstens wird nicht näher darauf eingegangen, welche Unternehmen befragt wurden. Zweitens wird die Veränderung in den letzten Jahren nicht bewertet. Es ist nicht wichtig, dass 60% der Kommunikation über E-Mail ablaufen, wenn nicht bekannt ist, wie hoch der Wert im Jahr 2000 oder im Jahr 2005 war. Ist er von 85% auf 60% gefallen oder war es womöglich umgekehrt?

In den meisten Unternehmen, die von der Scandio beraten werden, ist Social Media im Intranet eine gesetzte Größe. Ohne geht es nicht mehr. Die externe Kommunikation mit Kunden und Lieferanten wird mit Sicherheit nicht über Chat abgewickelt, das ist jedoch nicht sonderlich verwunderlich. Aber Wikis im Extranet sind häufig anzutreffen, gemeinsame Dokumentbearbeitung ist Usus.

Das Gleiche gilt für die Aussage, dass das Telefonieren dominiert. Gibt es hier klare Vergleichszahlen? Handelt es sich um kleine, mittlere oder globale Unternehmen? Viele Trends zeigen in die andere Richtung!

Die Scandio GmbH selbst hat Social Media in den Arbeitsprozess eingebunden. Für jeden Kunden gibt es Chatgruppen. Chats sind dauerhaft vorhanden und erscheinen demnächst im Enterprise Wiki (Atlassian Confluence) in dem entsprechenden Kundenbereich. Chats sind dann protokollierte Besprechungen. Mails an den Kunden erscheinen dort ebenfalls. Und dank der Scandio Suchtechnologie sind die Daten auch auffindbar. Projektabwicklung, Wiki, Sourcecode-Verwaltung und das klassische Netzlaufwerk haben wir in einem Portal gebündelt. Das ist das Zentrum unserer Arbeit, welches wir permanent erweitern.

Die Entwicklung von Web 2.0 im Unternehmen geht über die heute sichtbaren Elemente hinaus. Es ist letztendlich eine wirtschaftliche Revolution. daher sollten Studien etwas tiefer gehen als die oben zitierte.