Das Intranet eines Unternehmens, die unterschiedlichen Plattformen für Kollaboration und die Prozessbeschreibungen im Unternehmen wachsen in der nahen Zukunft immer enger zusammen. Querschnittstechnologien wie Enterprise Search und Content Management (CMS) ermöglichen es, das Gedächtnis eines Unternehmens deutlich effektiver aufzubauen und zu pflegen. Die Informationen, die ein Mitarbeiter mitbringt und in der Vergangenheit erworben hat, dürfen dabei nicht außer Acht gelassen werden.

Kommt der Mitarbeiter aus einem anderen Unternehmen, wäre interessant, welche Tätigkeit er dort erbracht hat. In welchen Projekten hat er gearbeitet? Mit welchen Themen hat er sich im Studium beschäftigt? Was waren die Themen der Bachelor-Arbeit beziehungsweise des Masters?

Für die Tätigkeit innerhalb des Unternehmens sind diese Daten mit wachsender Unternehmensgröße ebenso wichtig. Aber auch ein Bild der internen Vernetzung ist Bestandteil seines „Profils“. Jüngeren Angestellten ist es im Gegensatz zu „alten Hasen“ sehr wohl bewusst, dass eine klare Darstellung der eigenen Person in das Unternehmen hinein einen Mehrwert für den Mitarbeiter, aber auch für das Unternehmen darstellt.

Aus dieser Betrachtung heraus ist es verwunderlich, dass gerade große Unternehmen kaum an der Darstellung dieser Wissenselemente arbeiten. Kaum ein Unternehmen bietet die Funktion des Mitarbeiterprofils zu Selbstdarstellung an. Einige Unternehmen gehen sogar davon aus, dass die Pflege dieser Daten eine totale Verschwendung von Arbeitszeit ist.

Mitarbeiterprofile im Intranet

Das Gegenteil ist der Fall. Nutzt ein Unternehmen das Moment und ermöglicht es jedem Mitarbeiter, sich, sein Wissen und seine Vernetzung darzustellen, so erhält das Unternehmenswissen eine interessante neue Komponente. Denn selbst wenn das Know-how nicht direkt vorhanden ist, kann man über die Profile der Mitarbeiter erkennen, wer sich in Ausbildung, Studium und vorherigen Jobs mit ähnlichen Themen beschäftigt hat.

Dies ist auf jeden Fall eine Investition wert. Damit die Profile verständlich und lesbar sind, sollte man intern eine Art Fact-Sheet erarbeiten und die „Dos and Don‘ts“, die „Musts“ und die „Nice to haves“ erarbeiten und den Mitarbeitern ermöglichen, diese Daten selbst zu pflegen.

Die juristischen und Datenschutz-rechtlichen Randbedingungen sollten dabei geklärt und beschrieben sein. Man kann die Mitarbeiter nicht zwingen, persönliche Informationen preiszugeben. Darüber wird viel diskutiert. Faktisch gibt es das Problem jedoch nicht, da das Eigeninteresse der Angestellten in großem Maße vorhanden ist.

Zusätzlich kann man es den Mitarbeitern ermöglichen, ihre Profile in den öffentlichen sozialen Netzen miteinander zu verbinden. In der Regel handelt es sich um private Blogs der Mitarbeiter, um die Twitter-Timeline oder um die Profile auf XING und LinkedIn.

Mitarbeiterprofile sind im Intranet der Zukunft ein wichtiges Element des Wissensmanagements, der Karriere und des innerbetrieblichen sozialen Netzwerkes.