Viele fragen sich, wie es wohl ist, als Frau in der IT-Branche zu arbeiten. Aufgrund dessen haben wir kürzlich unsere Kollegin Alina zu ihrer Sichtweise interviewt. Sie kümmert sich bei der Scandio um alles rund um Grafik, Webdesign und Frontend-Entwicklung.

Was bei unserem Interview rauskam? Lesen Sie selbst:

Wie und warum bist du zur Scandio gekommen?

Das war vor ca. eineinhalb Jahren, damals war ich noch Kunst&Multimedia-Studentin mit Medieninformatik im Nebenfach. Ich arbeitete zu der Zeit als Werkstudentin bei einer anderen Firma, wobei meine Tätigkeit dort hauptsächlich im Gestaltungs-Bereich lag: Werbebanner, Icons, Mockups zur Verbesserung der User Experience und solche Dinge. Ich habe dort zwar auch gern gearbeitet, aber irgendwie war es doch relativ eintönig und ich hatte einfach Lust, mich neuen Aufgaben und Herausforderungen zu stellen. Deswegen habe ich damals recht spontan, aus einem Gespräch über die Arbeit heraus, meinen Mitbewohner Felix, der mittlerweile mein Kollege ist, gefragt, ob die Scandio denn nicht auch Werkstudenten im Bereich Grafik/Webdesign sucht. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt schon ein paar seiner Kollegen kennengelernt und dachte mir: “die sind ja alle gut drauf - also warum nicht?”. Es hat auch nur genau einen Tag gedauert, da hatte ich schon eine E-Mail von Christian, meinem jetzigen Chef, in meinem Postfach mit dem Vorschlag, dass ich bei Interesse doch einfach mal vorbeischauen soll. Gesagt, getan. Das Gespräch war sehr angenehm, doch es stellte sich sehr bald heraus, dass die Scandio keinen reinen Grafikdesigner sucht. Und obwohl ich bis auf einfache HTML-CSS-Kenntnisse, ein bisschen Javascript und PHP kaum Erfahrung in der Welt des Programmierens hatte, war mein zukünftiger Arbeitgeber trotzdem bereit mich, ins Team aufzunehmen.

Da du aus einem für die Scandio recht ungewöhnlichen Umfeld kommst: Was sind deine Aufgabenbereiche und wie war die Einarbeitung?

Der Start war in der Tat ein bisschen holprig, aber es fand sich für jedes Problem ein Experte, der bereit war, mir zu helfen. Und so kam es, dass aus vielen „Hääää“s immer mehr „Aaaah“s wurden und dass ich mich nach und nach immer besser ins Frontend-Development hineintüftelte. Ich erstelle, wie auch in meinem Job zuvor, Mockups bezüglich User Experience und Design, darf das dann aber auch auf eigene Faust umsetzen. Ich meine, es ist schon cool, wenn man dann mal eine Webseite online hat, die so aussieht, wie man das einmal selbst auf’s Papier gebracht hat. Aber es ist natürlich noch viel cooler, wenn man selbst auch noch an der Umsetzung beteiligt war. Mittlerweile bin ich seit Mai 2015 fest bei der Scandio angestellt, es war sozusagen also mein erster großer Schritt in Richtung Arbeitsleben nach dem Studium. Mein größtes Thema war und ist das UX Design und die Frontend-Entwicklung für eine spezielle Webanwendung im IoT Bereich. Aber auch als Werkstudentin von August ‘14 bis April ‘15 durfte ich schon anspruchs- und verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen, z.B. ein komplettes Redesign der firmeneigenen Homepage oder die Teilnahme an diversen Kundenmeetings.

Was gefällt dir besonders an deiner Arbeit bei der Scandio?

Diese Frage kann wohl jeder in der Firma recht schnell beantworten: Wir sind ein wirklich cooles Team, das untereinander sehr freundschaftlich agiert. Es wird zusammen gekocht, gezockt und auch mal gemeinsam ein Feierabendbierchen eingenommen. Man muss zwar manchmal den einen oder anderen Witz einstecken, darf dafür aber auch selbst mal einen blöden Spruch bringen. Außerdem stehen immer wieder gemeinsame Ausflüge an. Es ist also insgesamt ein sehr lockeres, angenehmes Arbeitsklima. Dadurch steht man montags gleich viel lieber auf (gerne auch mal später, denn die Arbeitszeiten sind nämlich zum Glück sehr flexibel). Die Aufgaben sind ziemlich abwechslungsreich - man hat teilweise mehrere Projekte gleichzeitig am Laufen - und man wird gepusht, sich weiterzuentwickeln. So habe ich in den eineinhalb Jahren bei der Scandio gefühlt mehr gelernt als in drei Jahren Studium.

Das ist Alina.

Und wie ist es - speziell als Frau - bei der Scandio zu arbeiten?

Als ich damals zum Vorstellungsgespräch kam, ist mir schon aufgefallen, dass man als Frau definitiv in der Unterzahl ist - typisch IT-Branche eben. Damals waren wir, glaube ich, zu siebt. Seitdem sind wir aber mehr geworden und haben mittlerweile einen weiblichen Anteil von knapp 25%. Trotzdem habe ich nie das Gefühl, auf irgendeine Weise benachteiligt oder besonders behandelt zu werden und fühle mich hier immer noch pudelwohl. Manchmal ruft vielleicht einer ein “Ciao Jungs” in die Runde, aber damit kann ich leben (lacht). Aus meiner Sicht sollte keine Frau davor zurückschrecken, in der IT-Welt durchzustarten, nur weil diese aktuell noch eher eine Männer-Domäne ist. Wenn es ihr Spaß macht, zu programmieren etc., dann sollte sie dieses Talent auch im Beruf ausleben und ihren Jobwunsch nachverfolgen.