Seit Juni 2017 ist die Scandio Teil der 1% Pledge-Bewegung die von Atlassian, Salesforce und Rally 2014 ins Leben gerufen wurde. Für uns bedeutet dies konkret, dass wir 1% unserer Arbeitszeit in gemeinnützige Aktionen und 1% unserer eigenen Produkte investieren. Bei der Kategorie “1% Time” sind alle Kolleginnen und Kollegen der Scandio direkt involviert und aufgefordert, sich Projekte sozialer Natur zu suchen und diese innerhalb der Arbeitszeit zu unterstützen.

Wir begleiten unsere Kollegin Irmi nun schon zum 3ten Mal bei einem spannenden Projekt. In diesem Blogpost berichtet Sie über Ihre Erfahrungen beim Heine-Aktiv-Sporttag.

Der Heine-Aktiv-Sporttag in München

Am 18. Juli 2018 fand nunmehr zum 11. Mal in Folge der Heine-Aktiv-Sporttag am Heinich-Heine-Gymnasium in München statt. Ein Event, das von den Schülern und Lehrern jedes Jahr freudig herbeigesehnt wird. Die 5.- 7. Klassen durften an diesem Tag die Schulbank links liegen lassen und in den Turnhallen, auf den Schulsportplätzen, im Pausenhof, in der Aula oder in ausgewählten Klassenzimmer an diversen Sportangeboten teilnehmen. Lehrer warten an diesem besonderen Tag mit ihren Lieblingssportarten auf, die im Lehrplan zumeist so keinen Platz finden. Zudem haben Vereine die Möglichkeit für ihren Sport zu werben und so mancher Schüler der Mittel- bzw. Oberstufe zeigt sein Talent als zukünftiger Coach.

Von A wie American Football bis Z wie Zumba standen den Schüler diesmal insgesamt 35 Sportarten zur Verfügung. Jeweils zwei Sportarten konnten an diesem Tag gewählt und probiert werden. Da fiel so einigen die Wahl schwer. Hand aufs Herz, auch ich hätte gerne das eine oder andere ausprobiert, denn so manches im Angebot war auch mir völlig unbekannt.


Da ich mich allerdings bereit erklärt hatte im Orgateam mitzuarbeiten, damit dieser wunderbare Tag stattfinden kann, hieß das für mich ab 7:30 Dienst am Infostand und Betreuung der Trainer. Am Vorabend hatten wir den Infostand gemeinsam aufgebaut und hergerichtet. Eingerahmt von Eltern, Trainern, Lehrern und Schülern und vielen Listen, die helfen sollten dazulegen, wer wohin muss, begann ich diesen spannenden Tag zusammen mit einer Hand voll engagierten Eltern.

Astrid Barthel, die den Heine-Aktiv-Tag seit mehreren Jahren zusammen mit den Eltern und Elisabeth Stubenvoll, einer unermüdlich engagierten Sportlehrerin am Heinich-Heine-Gymnasium, organisiert, ist dabei immer mitten im Geschehen und zieht dort ihre Fäden. Zunächst schickt mich Astrid ins Sekretariat um Listen abzugeben und Kopien abzuholen, dann gehe ich mit Elisabeth zusammen zu den Turnhallen um alles aufzusperren und um mir die Sportplätze einzuprägen. Das Gelände ist riesig und ich bekomme einen ersten Eindruck wieviele Trainer und Lehrer hier bereits mit Aufbauen beschäftigt sind.

Und los geht’s

Die erste Einheit soll von 8:30-10:00 Uhr stattfinden. Nach einer halben Stunde Pause um 10:30-12:00 steht die 2. Einheit auf dem Plan.

Zurück in der Aula werden alle organisatorischen Fragen geklärt. Dies beginnt bei “Wo findet die Einheit Ringtennis statt? (schnell in die Liste geschaut und am Lageplan gezeigt), über “Was habe ich eigentlich für einen Kurs gewählt?” (rüber zum Schülertisch. In der Klassenliste den Name des Schülers raussuchen; erste Einheit nachschauen; und wieder in der Liste und im Lageplan nachsehen) bis hin zu “Wir sind die Trainer für Tennis. Wo können wir aufbauen? Wir sind heute zum ersten Mal dabei.” (Brotzeittütchen für die Trainer schnappen. Tennis in der Liste und auf dem Lageplan suchen).

Da rächt es sich, dass ich das Gelände noch nicht gut kenne, aber dann gehts auch schon ab mit den Trainern ganz nach hinten auf den Hartplatz hinter den Fußballfeldern. Wieder am Infostand zurück, geht es gleich weiter. Es gibt hier einige Vereine und Trainer, die schon von Anfang an dabei sind, die kennen sich besser aus als ich, der Neuling. Na, dann machen wir uns zu zweit mit vielen Brotzeit-Tüten bewaffnet auf den Weg, um diese an die Trainer zu verteilen die noch keine erhalten haben. Heute ist super Sportwetter, da ist jeder Trainer froh, wenn er eine Wasserflasche und eine kleine Stärkung für Zwischendurch bekommt. Eine dankbare Aufgabe, denn wir werden von allen mit einem strahlenden Lächeln belohnt. Es ist wirklich heiß heute. Die Schüler stört das anscheinend wenig. Egal, wo wir entlang gehen überall wird fleißig trainiert. Keine Handys weit und breit….

Engagement lohnt sich

Der Elternbeirat, Initiator und Träger dieser Veranstaltung, ist im letzten Schuljahr mit dem ersten Platz für das beste Elternprojekt an einer Münchner Schule ausgezeichnet worden. ELTERNBoni nennt sich der mit 500 EUR dotierte Preis.

Eine schöne Bestätigung für das jahrelange Engagement und ein Grund mehr für Rektor Michael Hoffmann-Graunke mit sportlichem Ehrgeiz und guter Laune bei all den Stationen auf seinem Schulgelände halt zu machen. Ein kurzes Schwätzchen geht immer und beispielsweise beim Cricket den Schülern sein Talent zu zeigen, schadet auch nicht. Alles in allem war es für Eltern, Lehrer, Vereine und Schüler mal wieder ein gelungener Sporttag.

Fazit

Ich habe viel Neues kennengelernt, eine Menge Spaß gehabt, viele Kilometer in der künftigen Schule meiner jüngeren Tochter zurückgelegt und eine ganze Menge engagierter und interessanter Menschen getroffen. Ein bisschen Bange ist mir allerdings bei dem Gedanken, dass ich nächstes Schuljahr Astrids Platz als Koordinatorin einnehmen soll. Es stecken schon einige Stunden Arbeit und Energie in diesem Projekt - die Planung beginnt in der Regel ab Mitte Februar, aber die strahlenden Gesichter der Kinder lassen mich wieder motiviert und positiv denken.